aus "Workload bewältigen, Produktivität steigern - Seriell statt Multitasking"
Als ich das las, blieb mir der Mund offen stehen. Auf so was muss man erstmal kommen und dann auch noch ernsthaft in einem Interview verkaufen. Intelligente Menschen faszinieren mich immer wieder ... *grins*
Showing posts with label Mchen. Show all posts
Showing posts with label Mchen. Show all posts
Thursday, May 26, 2011
Sunday, January 16, 2011
Aus der Grotte der Erinnerung an die Crowdsourcing-Front
Ein Streitgespräch zwischen Miriam Meckel (Grotte) und Miriam Meckel (Front)
GROTTE: Denken wir das einmal zu Ende: In der Medienzukunft gibt es keinen traditionellen Journalismus mehr. Stattdessen berichten Bürger für Bürger, indem sie ihre Lebenserfahrung und die Beobachtungen ihrer Lebenswelt im Netz veröffentlichen. Und wenn nicht eine Stiftung sich bereit erklärt, für Recherche zu bezahlen, dann beruht diese Bürgerberichterstattung auf nichts anderem als der permanenten Reproduktion und Neukombination von vorhandenen Informationen, wie sie im Netz längst üblich ist.
FRONT: Doch plötzlich hat das Netz die Verkehrsregeln geändert. Bürger mischen sich als "Citizen Journalists" über die Kommunikationsplattformen des Web 2.0 ins Agenda Setting ein, liefern Informationen in Text und Bild zu aktuellen Ereignissen aus der lokalen Nachbarschaft und der Welt drumherum.
GROTTE: Ein Großteil der Inhalte, die in Weblogs und auf Social Networking Sites präsentiert und diskutiert werden, stammen aus der Recherche und Publikation der traditionellen Medien.
Wie in einer Dienstleistungsgesellschaft, in der sich alle nur noch gegenseitig die Haare schneiden, bereiten wir am Computer die Informationen der anderen aus dem Netz neu auf, gefangen in einer Zeit- und Inhaltsschleife der fortwährenden Reproduktion und Rekombination des immer Gleichen
FRONT: Rechercheprozesse finden nach einem beliebig gesetzten Initialreiz in Communities statt und fördern Ergebnisse zutage, für die traditionelle Redaktionen lange recherchieren müssen.
GROTTE: Wie kommt dann das Neue in die Welt? Gar nicht. Es wird lediglich simuliert als Ergebnis der innovativen Verlinkung von Altbekanntem.
FRONT: Wer sich als Journalist nicht auf das Netz als Recherche-, Kollaborations- und Kommunikationsplattform einlässt, ignoriert seine publizistische Verantwortung.
GROTTE: Für all das brauchen wir den Qualitätsjournalismus, der es sich leistet, Reporter in die Welt zu schicken, die recherchieren, ihre Beobachtungen zurückbringen und uns das Neue erzählen
Wir brauchen Menschen, die von ihrem Schreibtisch aufstehen und sich von ihrem Computer lösen, um zu beobachten, was in der Welt geschieht. Wir brauchen Menschen, die unter Recherche mehr als die Eingabe eines Begriffs in eine Suchmaschine verstehen.
FRONT: Es ist vermeintlich langweiliger, wichtige Informationen und Hinweise für Stories am Computer aus Twitter herauszufischen statt durch die Welt zu reisen. Vor allem aber ist es bedrohlich für die Welterklärer, dass sie plötzlich ihre Interpretationshoheit verlieren sollen.
GROTTE: Bislang ist es der Journalismus, der die Menschen mit Neuigkeiten aus der Welt versorgt, sie durch gut recherchierte und erzählte Geschichten interessiert und fasziniert. Das bringt zum Beispiel nicht nur dem Leser einer Tageszeitung oft ein Lesevergnügen, es sorgt auch für die soziale Synchronisation unserer Gesellschaft.
FRONT: Bislang war der Journalismus in der komfortablen Situation, den Menschen die Welt zu erklären, dabei die eigenen Deutungsmodelle als gegeben und richtig zu betrachten, auch weil selten Korrekturmöglichkeiten gegeben waren, denn die journalistische Thematisierung verlief bis in die Zeiten des Web 1.0 als Einbahnstraße.
GROTTE: Journalisten beobachten die Welt mit der Aufgabe und Zielsetzung, das Ergebnis ihrer Beobachtung professionell aufzubereiten und es als Nachricht, Bericht oder Reportage wieder in die Gesellschaft einzuspeisen.
FRONT: Es gibt keine "write-read"-Hierarchie mehr, sondern nur einen endlosen Wechselwirkungsprozess zwischen "write" und "read" einer unbegrenzten Zahl von Beteiligten.
Es gibt keine netzunabhängige journalistische Weltsicht. Das Netz ist auch die Welt. Es gibt nur eine arrogante Verweigerungshaltung derer, die glauben, schlauer zu sein als ihre Leser.
Quellen
GROTTE, FAZ, 12.05.2009
FRONT, FOCUS, 13.01.2011
GROTTE: Denken wir das einmal zu Ende: In der Medienzukunft gibt es keinen traditionellen Journalismus mehr. Stattdessen berichten Bürger für Bürger, indem sie ihre Lebenserfahrung und die Beobachtungen ihrer Lebenswelt im Netz veröffentlichen. Und wenn nicht eine Stiftung sich bereit erklärt, für Recherche zu bezahlen, dann beruht diese Bürgerberichterstattung auf nichts anderem als der permanenten Reproduktion und Neukombination von vorhandenen Informationen, wie sie im Netz längst üblich ist.
FRONT: Doch plötzlich hat das Netz die Verkehrsregeln geändert. Bürger mischen sich als "Citizen Journalists" über die Kommunikationsplattformen des Web 2.0 ins Agenda Setting ein, liefern Informationen in Text und Bild zu aktuellen Ereignissen aus der lokalen Nachbarschaft und der Welt drumherum.
GROTTE: Ein Großteil der Inhalte, die in Weblogs und auf Social Networking Sites präsentiert und diskutiert werden, stammen aus der Recherche und Publikation der traditionellen Medien.
Wie in einer Dienstleistungsgesellschaft, in der sich alle nur noch gegenseitig die Haare schneiden, bereiten wir am Computer die Informationen der anderen aus dem Netz neu auf, gefangen in einer Zeit- und Inhaltsschleife der fortwährenden Reproduktion und Rekombination des immer Gleichen
FRONT: Rechercheprozesse finden nach einem beliebig gesetzten Initialreiz in Communities statt und fördern Ergebnisse zutage, für die traditionelle Redaktionen lange recherchieren müssen.
GROTTE: Wie kommt dann das Neue in die Welt? Gar nicht. Es wird lediglich simuliert als Ergebnis der innovativen Verlinkung von Altbekanntem.
FRONT: Wer sich als Journalist nicht auf das Netz als Recherche-, Kollaborations- und Kommunikationsplattform einlässt, ignoriert seine publizistische Verantwortung.
GROTTE: Für all das brauchen wir den Qualitätsjournalismus, der es sich leistet, Reporter in die Welt zu schicken, die recherchieren, ihre Beobachtungen zurückbringen und uns das Neue erzählen
Wir brauchen Menschen, die von ihrem Schreibtisch aufstehen und sich von ihrem Computer lösen, um zu beobachten, was in der Welt geschieht. Wir brauchen Menschen, die unter Recherche mehr als die Eingabe eines Begriffs in eine Suchmaschine verstehen.
FRONT: Es ist vermeintlich langweiliger, wichtige Informationen und Hinweise für Stories am Computer aus Twitter herauszufischen statt durch die Welt zu reisen. Vor allem aber ist es bedrohlich für die Welterklärer, dass sie plötzlich ihre Interpretationshoheit verlieren sollen.
GROTTE: Bislang ist es der Journalismus, der die Menschen mit Neuigkeiten aus der Welt versorgt, sie durch gut recherchierte und erzählte Geschichten interessiert und fasziniert. Das bringt zum Beispiel nicht nur dem Leser einer Tageszeitung oft ein Lesevergnügen, es sorgt auch für die soziale Synchronisation unserer Gesellschaft.
FRONT: Bislang war der Journalismus in der komfortablen Situation, den Menschen die Welt zu erklären, dabei die eigenen Deutungsmodelle als gegeben und richtig zu betrachten, auch weil selten Korrekturmöglichkeiten gegeben waren, denn die journalistische Thematisierung verlief bis in die Zeiten des Web 1.0 als Einbahnstraße.
GROTTE: Journalisten beobachten die Welt mit der Aufgabe und Zielsetzung, das Ergebnis ihrer Beobachtung professionell aufzubereiten und es als Nachricht, Bericht oder Reportage wieder in die Gesellschaft einzuspeisen.
FRONT: Es gibt keine "write-read"-Hierarchie mehr, sondern nur einen endlosen Wechselwirkungsprozess zwischen "write" und "read" einer unbegrenzten Zahl von Beteiligten.
Es gibt keine netzunabhängige journalistische Weltsicht. Das Netz ist auch die Welt. Es gibt nur eine arrogante Verweigerungshaltung derer, die glauben, schlauer zu sein als ihre Leser.
Quellen
GROTTE, FAZ, 12.05.2009
FRONT, FOCUS, 13.01.2011
Saturday, December 04, 2010
Auffellig widersprüchlich
"Ich bin auch weniger dickfellig. Also ich bin dünnfelliger geworden. Und das Interessante daran ist, dass ich mich in dieser Dünnfelligkeit lieber mag." (3nach9, 19.3.2010)Quelle: Youtube
"Eine ganz wesentliche Sache ist, dass ich einfach versucht habe, mir ein dickeres Fell zuzulegen ..." (RavensBuch, 13.10.2010)Quelle: Youtube
Nachtrag 12.02.2011
und nicht dickfelliger geworden, wie man das ja
eigentlich immer glaubt werden zu müssen"
eigentlich immer glaubt werden zu müssen"
Quelle: SF VIDEOPORTAL, Aeschbacher, 27.1.2011
Friday, October 22, 2010
Thursday, August 20, 2009
Thursday, May 14, 2009
Oh, ein Wunder ist geschehen - nein, doch nicht

Darauf warten die Kommentatoren in Miriam Meckels Blog schon seit Jahren, dass sie sich an der Diskussion beteiligt. Das ist natürlich übertrieben. Erst neulich gab sie via Kommentar den Tipp: "... man soll Kölsch ja auch nicht lesen, sondern trinken :-)"
Doch nun bin ich gespannt, was sie bei "Medial & Digital" geschrieben hat. Tatsächlich, zu einem ganzen Kommentar hat sie sich hinreißen lassen:

Auf die Frage "Was mich interessieren würde: Was meinen Sie damit, eine Gesellschaft müsse den Qualitätsjournalismus finanzieren? In welcher Form?" - eine Frage, die einige Teilnehmer so ähnlich auch in ihrem Blog gestellt haben - reagiert sie nicht. Miriam Meckel hat sich schon längst wieder in ihre Grotte der Arroganz zurückgezogen und läßt diskutieren.
update 19.05, 13:40 ... und ich hab mal was zeichnen lassen :-)
Saturday, March 01, 2008
Gelegenheit 2.0
Kölner Stadtanzeiger Richard Sennett in der Kulturkirche Die Zeit Lit.Cologne: "Besser geht es nicht"
Thursday, October 25, 2007
Lesefutter

So, jetzt hab ich es endlich.
Als ich heute mein bestelltes Exemplar in der Buchhandlung abholte, war dort der Elke-Heidenreich-Buchaltar mit den Büchern der nächsten Sendung "Lesen!" schon aufgebaut.
Finde, dass das Buch ohne Schutzumschlag ein echter Knaller ist und farblich gut zu meinem Blog passt. Den Inhalt nehm ich mir ab Sonntag vor.
Wednesday, October 04, 2006
Standpunkte
Heute noch mal zu besichtigen um 22.10 Uhr
und Morgen um 14.10 Uhr
Nachtrag 7.10.2006
auf der Seite nt-v.de/podcast
gibt es die Rubrik nt-v im internet / video
Dort ist die Standpunkte-Sendung aufgeführt.
Wäre schön, wenn man das Video auch abspielen könnte.
Bei mir funktioniert es jedenfalls nicht.
Nachtrag 8.10.2006
nt-v hat aufgeräumt.
Nachtrag 10.10.2006
Gute Quote aber ...
Kritik epd Medien
Friday, March 17, 2006
Subscribe to:
Posts (Atom)








