Monday, March 28, 2011

Japan Confirms Plutonium in Soil Samples at Fukushima Daiichi

38 comments:

Betty said...

Ich bin ja kein Schirrmacher-Fan, aber sein Artikel von heute ist lesenswert.

*off topic*
Huch, Miriam Meckel spricht gerade bei FM4... es gibt sie also noch...

EVO said...

OMG. Hat sie wieder ihr dünnes Fell gepriesen? LOL

Ui, hätte ihm gar nicht zugetraut.
Das ist leider nicht nur die Rhetorik der Atomfreunde. Das "Argument" "Auch wenn wir aussteigen, sind wir von Atomkraftwerken umgeben" kannste mittlerweile an jeder Ecke hören.

Betty said...

Nö, es ging um Apple - was die so in ihrem App-Store veröffentlichen und was nicht... war ganz interessant.

Zurück zum Thema:
Die FDP (!) will nun 8 Atomkraftwerke ausschalten, denn "sie haben verstanden". Na, die WählerInnen werden das hoffentlich auch verstehen.

Schön auch die neueste EU-Aktion: Einfach schon mal vorauseilend die Grenzwerte erhöhen, ganz still und leise.

Schlicht gesagt: Es ist zum Kotzen!

EVO said...

Man sollte nicht nur die Grenzwerte für Lebensmittel anpassen, sondern auch dringend über eine Aussetzung der Wahlen nachdenken, bis die Krise in Japan vorbei ist. So eine Art Wahlmoratorium. Hätte man auch eher drauf kommen können. Jetzt hat die FDP es wirklich schwer.

EVO said...

Und jetzt kriegt auch noch die Aigner eins drüber. Gemein!

"Die Ministerin redet nur von verstärkten Kontrollen und verschweigt, dass gleichzeitig die Sicherheitsstandards für japanische Lebensmittel gesenkt wurden. Frau Aigner enthält der Öffentlichkeit wichtige Informationen vor – so gewinnt sie sicher nicht das Vertrauen der Bürger", so Thilo Bode, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch.

Betty said...

Die CDU rüstet sich schon... wobei das der FDP ja noch besser stehen würde. ;-)

Ja, nun kriegt die arme Ilse wieder eins auf den Deckel... wirklich gemein... wo sie sich doch vom Dioxin noch kaum erholt hat.

EVO said...

Westerwelle sitzt demnächst pulloverstrickend auf der Regierungsbank und Lügerle gießt sein Sonnenblümchen :-)

"Japaner wollen Kunstharz über Atom-Trümmer sprühen"

Helge Schneider wollte seinerzeit das Ozonloch mit 20 Tonnen Haftcreme flicken. Warum also nicht Kraftwerksleichen plastnieren.

Hat wohl nicht geklappt mit dem Stromkabel:
"Die Reaktorblöcke 1 bis 4 des japanischen Atomkraftwerkes Fukushima eins sollen nach Angaben der Betreiberfirma Tepco verschrottet werden."

Katja said...

Jaja, verrückte Zeiten... ich lese hier übrigens nach wie vor mit, teile Eure Meinung aber, wie Ihr Euch sicher denken könnt, in vielen Punkten nicht. Allerdings möchte das einfach mal nur so stehen lassen, da ich meine Meinung vielleicht von Angesicht zu Angesicht, idealerweise bei einem Bier, dann vielleicht sogar so mitteilen könnte, daß Ihr mich nicht für einen totalen Kotzbrocken halten würdet. In diesem Rahmen hier wird mir das jedoch nicht gelingen und da ich, wie Ihr sicher schon gemerkt habt, ziemlich harmoniebedürftig bin, sag' ich besser gar nichts. Obwohl doch, dies kann ich auch sagen: was die FDP, insbsondere dieses Lindnerbürschchen derzeit so abzieht, finde ich auch zum Kotzen (allerdings aus anderen Gründen als Ihr... ;-) ).

EVO said...

"Zuvor erwägte Japans Regierung Medienberichten zufolge, drei beschädigte Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima 1 mit Planen abdecken zu lassen, um die radioaktive Strahlung zu vermindern."

Christo und Jeanne-Claude können sicher Tipps geben.

EVO said...

och, hier darfs auch mal fetzen :-))

EVO said...

Wir haben doch schließlich ein Herz für Randgruppen. Oder ist FDP noch Mitte? :-)

Katja said...

Wäre die FDP nur mal ein bißchen mehr Randgruppe... aber die sind ja inzwischen an Beliebigkeit nicht mehr zu überbieten... Hühnerhaufen... Wenn ich mich nicht unbeliebt machen will, ist das legitim, ich hab's nötig, aber von so einer Partei erwarte ich Haltung...;-)

Inge said...

OT (Löschung daher vorbehalten):

Vorhin wurde ich via iPad-Feedreader auf dieses Posting aufmerksam gemacht: http://www.miriammeckel.de/2011/04/02/kein-unterbruch/

Mensch, Leute, die wie ich in der Vorfreude sind, bald am Strand zu lesen, suchen doch nach guten Buchtipps. Kein Buchtipp. Schade!

Sonst finde ich die Auseinandersetzung mit Digital, Muße und Lesen gelungen. Etwas überrascht bin ich nur, dass es das iPad nun ist und nicht der Kindle: http://www.miriammeckel.de/2010/05/12/devise-me/ :)

EVO said...

OTs können ruhig stehen bleiben.

Hm ... das Wort "Unterbruch" war mir bisher nicht geläufig. Wohl eine schweizer Spezialität.
Das iPad wird sie in ihrer Position nutzen müssen. Wie sollte sie es sonst beurteilen können?

Also, ich überlebe auch ohne ihre Lesetipps :-D

EVO said...

Wie strandtauglich ist denn so ein iPad? Muss man doch sicher in eine Schutzhülle (schweizerisch: Schützerli ;-)) stecken.

zum Thema
nach Wasser, Stromkabel, Kunstharz jetzt also noch Beton gegen die Risse im Reaktorbehälter. Das wirkt alles so furchtbar hilflos ...

Inge said...

„Das iPad wird sie in ihrer Position nutzen müssen.“ „Wenn ich in der Strandliege döse, das iPad in der Badetasche, …“
Ja, @EVO, das versteh‘ ich. :-)

Zum eigentlichen Thema: Die japanische Regierung tut viel zu wenig für ihre Bürger. Wie kann man so ignorant sein und die Evakuierungszone nicht ausdehnen? Wieso greifen nicht schon längst japanische Behörden vor Ort ein? Die Arbeiter des Kernkraftwerkbetreibers sind nicht hinreichend geschützt etc.

Wer kauft demnächst noch japanische Produkte, ein Auto beispielsweise? Letzte Woche habe ich mich mit meiner japanischen Kosmetika eingedeckt. Ja, ich schäme mich, aber ich hab keine Lust, mir in einem Jahr radioaktiv verseuchtes Zeugs ins Gesicht zu schmieren.

EVO said...

tagesschau.de

"Versuche, die undichte Stelle mit Beton abzudichten, blieben einem Bericht des TV-Senders NHK zufolge ohne Erfolg."

"Auch mit Polymerstoff gelang es ihnen nicht, den Riss in Reaktor 2 zu schließen."

"So gebe es nicht genügend Schutzstiefel, die Arbeiter dort über ihre Schuhe ziehen könnten. Stattdessen würden sie nun Plastiktüten nehmen und mit Klebeband sichern."


Denke, Japan ist mit der dreifachen Katastrophe überfordert (wie es wahrscheinlich jedes Land wäre). Und Helfer von außerhalb werden sich angesichts der radioaktiven Strahlung nicht aufdrängen.

EVO said...

"Da dieser Versuch scheiterte, setzten sie am Sonntag eine Mischung aus Kunstharz, Zeitungspapier und Sägespäne ein." faz.net

Katja said...

Jaja, natürlich ist es hilflos, was dort in Fukushima derzeit unternommen wird. Und natürlich ist es leicht, hier in sicherer Umgebung darüber den Kopf zu schütteln und von den Verantwortlichen in Japan zu fordern, daß sie endlich die Realität erkennen und entsprechend...ja, was eigentlich? Entsprechend handeln? Zig Millionen Japaner evakuieren? Ihnen sagen, daß sie über kurz oder lang krepieren werden?

Es würden den Japanern helfen, ihnen nicht ständig Naivität vorzuwerfen. Dort ist eine unglaubliche Katastrophe eingetreten, mit der jetzt umgegangen werden muß und die ihre Opfer fordern wird. Es mag jetzt zynisch klingen, aber so ist das Leben. Im Gegensatz zur Meinung vieler, die die Menschheit offenbar als Krönung der Schöpfung sehen, werden wir, die in der Geschichte dieser Welt gerade mal einen Wimpernschlag existieren, irgendwann eine vergangene Episode der Geschichte sein. Bis dahin gilt es, das Leben zu meistern, ob als einzelner oder als Gesamtheit.

So, wie sich ein enzelner einer tödlichen Krankheit stellen muß, und dies mit Hoffnung und Zuversicht tun kann, auch wenn das sichere Ende absehbar ist, so muß sich auch eine Gesellschaft der Katastrophe stellen und muß Haltung bewahren, was mit Hoffnung am besten gelingen wird. Wenn sich jetzt in Japan alle von der Brücke stürzten, wäre sicher nichts gewonnen...

In den vergangenen Tagen kommt mir immer wieder Jurek Beckers Roman "Jakob der Lügner" in den Sinn, in dem der Protagonist durch Lügen seinen Mitmenschen im jüdischen Ghetto Hoffnung und Zuversicht gibt. Ich hatte ja in der Vergangenheit schon "nebenan" meine Liebe zu Beckers Büchern verraten und kann diese wirklich jedem, der Menschlichkeit und Trost sucht, nur empfehlen. Ich werde jedenfalls in den nächsten Tagen eines seiner Bücher mal wieder in die Hände nehmen!

EVO said...

"Derzeit versuchen die Arbeiter weiter mit Polymerstoffen und Sand, den Riss abzudichten."

"Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima I hat angekündigt, insgesamt 11,5 Millionen Liter (11.500 Tonnen) radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer zu leiten. Es müssten mehr als zehn Millionen Liter belastetes Wasser aus dem AKW abfließen, teilte Tecpo mit. Der Schritt sei nötig, um Platz für stärker belastetes Wasser zu schaffen."


tagesschau.de

EVO said...

Es ist ein Skandal,
dass man die Arbeiter vor Ort nicht mit der notwendigen Ausrüstung ausstattet (fehlende Schutzstiefel, fehlende Dosimeter)
dass sie nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt werden (rationiertes Essen, rationiertes Trinkwasser)
dass sie nachts in einem Gebäude der Anlage bleiben müssen und sich nur notdürftig mit bleihaltigen Tüchern vor Verstrahlung schützen können

Es ist ein Skandal,
dass sich niemand der Firmenleitung oder der Regierung bisher vor Ort hat blicken lassen und der Firmenchef angeblich krank untergetaucht ist.

Es ist ein Skandal,
dass man wider besseres Wissen, die Evakuierungszone nicht ausweitet.
Diese Maßnahme wird nicht nur von irgendwelchen linken Ökospinnern gefordert, sondern beispielsweise auch von der US-Regierung, die eine Ausweitung der Zone auf 80 Kilometer gefordert hat.

Es ist ein Skandal,
dass man auch drei Wochen nach der Katastrophe keinerlei Idee hat, wie man die Verstrahlung des Grundwassers, des Meeres, der Luft eindämmen kann. Wollte man nicht neulich noch Strom an die Schrotthaufen anschließen und alles sollte gut sein?

Wer immer noch nicht für den sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie ist, ist entweder absolut skrupellos und/oder verrückt. Der Rückbau der vorhandenen Anlagen und die ungeklärte Endlagerung werden uns sowieso noch Jahrzehnte beschäftigen und die strahlenden Überreste werden nachfolgende Generationen auch ohne Supergau viele tausend Jahre „beglücken“.

@Katja
Falls du es aushältst, kannst du dir mal Bilder missgebildeter Kinder aus der Umgebung von Tschernobyl anschauen. Das Internet hält viele bereit. Willst du denen auch sagen, lies doch mal ein Buch von Jurek Becker. Das wird dir ungemein über dein Elend hinwegtrösten?

EVO said...

Fukushima und die Deutschen: Sie nennen es hysterisch faz.net

Katja said...

Siehst Du, EVO, jetzt hältst Du mich für einen Kotzbrocken. Für einen skrupellosen und verrückten noch dazu. So sehe ich mich allerdings nicht, auch wenn ich mir nicht die Bilder der Tschernobyl- Opfer anschauen mag. Genauso wenig wie die Bilder der Seveso- Opfer, der Minen- Opfer, der Hungernenden, der Kriegsleidenden und Sterbenskranken. Ich würde es nicht aushalten. Ja, das ist ignorant, aber das ist meine Art, mit diesem Leben zurechtzukommen und meine Aufgabe in dieser Gesellschaft zu erfüllen. Und - auch wenn es hier anders erscheinen wird - glaube ich nicht, daß ich egoistisch, skrupellos oder naiv bin. Ich weiß sehr wohl um das Elend dieser Welt und ich bewundere jeden, der sich tatkräftig einsetzt, diese Welt ein Stück besser zu machen.

Dabei glaube ich allerdings nicht, daß der sofortige Ausstieg aus der Atomkraft der einzige und absolut erforderliche Weg ist, die Probleme dieser Welt zu lösen. Genauso wenig im übrigen, und eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, daß Du mich da wirklich mißverstehen konntest, habe ich gemeint, daß es allen Opfern der Kernkraft, menschlicher Kriegsführung oder schlichtweg menschlichen Schicksals etc. pp. helfen wird, einfach mal Jurek Becker zu lesen, um mit diesem Elend fertig zu werden.

Aber mir hilft's. Okay, bin doch egoistisch. Und naiv. Aber nicht skrupellos. So.

Betty said...

Huiuiui...
Katja, aber es hilft doch auch nichts, die Augen davor zu verschließen. Was machst du denn, wenn bei dir im näheren Umfeld jemand sterbenskrank wird? Da wirst du ja wohl auch kaum den Kontakt abbrechen, weil du es nicht "aushältst".
Ich denke, dass man sich dieses "Ich kann's nicht ertragen" auch einreden kann. Ich sag ja nicht, dass nun jede/r mal nach Tschernobyl reisen soll, aber allein das Wissen um die Gefahren und Auswirkungen kann man doch sowieso nicht einfach völlig ausblenden.

Katja said...

Bette, ja eben, wenn in meiner Familie oder ich jetzt sterbenskrank wäre (und um an dieser Stelle ganz deutlich zu sagen: das ist zum Glück nicht der Fall, aber ich habe es in meiner näheren Umgebung erlebt), müßte man damit umgehen. Man müßte sich der Aufgabe stellen, so bitter und vielleicht am Ende vergebens das auch wäre.

Mmh, das ist ist nicht so leicht, das richtig darzulegen. Z.B. die Forderung nach Dosimetern, die ja die Strahlung lediglich messen und nicht verhindern... ich fürchte, um in Fukushima die Kernschmelze zu beenden, werden einfach Mitarbeiter geopfert werden müssen...ich weiß, das klingt schrecklich und ist so absurd, während ich hier am Schreibtisch meinen Kaffee schlürfe... ich bin dankbar, daß ich dort arbeiten muß und auch nicht entscheiden muß, wer diese Arbeit verrichten muß.

Natürlich wäre es schön, wenn wir in einer Welt ohne Kernkraft leben könnten. Ohne Krieg, ohne Krankheit, ohne Naturkatastrophen. Wenn die auf 7 Milliarden, angewachsene Weltbevölkerung einfach mal um die größten A...löcher reduziert würde, was sicher auch schon ein paar Probleme lösen würde. Aber ich sehe dafür keine Lösungen... oje, Fatalist bin ich ja auch noch...

Auch wenn es jetzt bestimmt den Einruck macht, ich wolle mich vor der Diskussion drücken, muß ich mich jetzt ausklinken, weil die Arbeit ruft (hihi, feige Ausreden erfinde ich auch noch ;-) ).

Hoffe, Ihr mögt mich trotzdem noch ein bißchen...;-)

EVO said...

Was für eine bequeme Haltung: man sortiert die Kernkraft einfach in die Reihe von Naturkatastrophen, Kriege und Krankheiten ein und schon ist man aus der Verantwortung raus. Schicksal, alternativlos, kann man eben nix machen. Wie damals, da konnte man ja auch nichts machen …
Aber nicht vergessen, den I-don’t like Nazis-Button anzuklicken.

Katja said...

EVO, okay, wenn Du jetzt diesen Vergleich herstellen willst, bin ich dann tatsächlich 'raus aus der Diskussion und lese lieber Jurek Becker. Ist in der Tat bequemer.

Inge said...

Wenn es um furchtbare Themen geht, gelingt es uns Deutschen oftmals nicht - nehme mich da nicht aus - die eigenen Befindlichkeiten zurück zu stellen. Irgendwie armselig.

Wo werden denn künftig Menschen aus der verseuchten Gegend aufgenommen werden? Wer kümmert sich um die Versorgung der Leidtragenden? Im Ergebnis wird man nur ein wenig helfen, die Menschen ihrem (unverschuldeten) Schicksal überlassen. Ist ja alles weit weg, noch.

Das Buch klingt dennoch interessant.

Betty said...

Also, auch wenn ich EVOs Vergleich nicht für sonderlich gelungen halte - die Empörung kann ich schon nachvollziehen.
Man kann das Geschehene und Geschehende nicht einfach unter Krieg, Naturkatastrophen, Seuchen,.. einreihen.
Und wenn schon, dann doch wenigstens so, dass wir etwas draus lernen:
In Erdbebengebieten bauen die Menschen stabilere Häuser, installieren Erdbeben- und Tsunami-Warnsysteme, etc.
Gegen Krankheiten versucht sich der Mensch durch Impfungen und Medikamente zu schützen. Es gibt diplomatische Bemühungen, um kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Und nun gibt es in Japan den Supergau und wir lernen nicht daraus?
Die einzig logische Konsequenz ist es doch nun, den Ausstieg aus dieser Teufelstechnlogie voranzutreiben und die Alternativen zu fördern!

Und ein kleines Anliegen habe ich dann noch @Katja:
Es geht doch hier nicht darum, ob wir dich mögen oder nicht mögen. Wir diskutieren hier Meinungen, und da finde ich so ein nachgeschobenes "Aber bitte habt mich noch lieb" ehrlich gesagt etwas unpassend...
Nix für ungut, aber mach es doch einfach wie ich: Mir ist das wurscht. ;-)

Katja said...

Bette, EVOs Vergleich war nicht nur nicht sonderlich gelungen, sondern schlichtweg daneben. Ich lasse mir DAS nun wirklich nicht vorwerfen.

Darüber hinaus war es nicht meine Absicht, das Geschehene in Japan zu verharmlosen, sondern die Frage zu stellen, wie mit der Katastrophe, die nun dort unbestrittener Weise eingetreten ist, umgegangen werden soll. Ich denke, wir sind uns einig, daß die Katastrophe dort nicht mit Abdeckplanen und dergleichen verhindert werden kann. Aber irgendwas muß doch getan werden, aus irgendwas muß sich doch Hoffnung finden lassen. Deswegen war mein Kritikpunkt, daß es wenig hilft, wenn man jetzt jede Aktion in Japan als von vornherein nutzlos ansieht. Es wird aus meiner Sicht nicht möglich sein, die Katastrophe dort ohne weitere Opfer in den Griff zu bekommen, aber soll man das den Menschen dort jeden Tag auf die Nase binden? Wenn jemand sterbenskrank ist, wird man ihm auch nicht ständig sagen, ach weißt Du, es ist jetzt alles so schrecklich, aber Du wirst keine Chance haben, das nächste Osterfest noch zu erleben. Aber wir unterstützen die Forschung und neue Technologien, damit anderen und natürlich auch nicht uns selbst so etwas schreckliches wie Dir widerfährt.

Aber gut, ich merke schon, daß ich mich nicht besser verständlich machen kann, und ja, meine Ansicht zu Kernkraft hier in Deutschland ist und bleibt eine andere als Eure. Und übrigens ist Eure Argumentation, daß ich einen GAU nicht mit Naturkatastrophen vergleichen kann, vielleicht richtig. Aber warum nicht mit Kriegen? Ist beides menschengemacht... in beiden Fällen leiden Unschuldige... in beiden Fällen, es sei denn es kommt irgendwann der SupersupersuperKrieg und -Gau, der zum sofortigen Ende führt, muß man sich dem Schrecken stellen.

Bette, zu Deinem Nachsatz: ich schätze Dich sehr, das weißt Du, deswegen nehme ich mir das auch gerne an, was Du schreibst. Ich bin hier in der Tat aus einer anderen Motivation gelandet, als um in erster Linie sachliche Argumente auszutauschen. Mir gefiel die lockere und geitsreiche Blödelei, die es hier früher oft gab. Und ja, ich fand es schön, hier auf Menschen zu stoßen, deren geistiger Horizont sich nicht in einem Plattencover unterbringen läßt, wie es leider bei zahlreichen Mitmenschen in meiner unmittelbaren realen Umgebung der Fall ist (manche Städte haben leider ihren Ruf zu Recht). Aber das klingt jetzt sicher zu sehr nach Sympathien heischend, deswegen lasse ich das dann hier mal und widme ich mal dem ganz normalen Wahnsinn.

Betty said...

Ja, eben Katja, muss nicht ALLES getan werden, um einen Krieg zu vermeiden?
Muss nicht auch ALLES getan werden, um einen Supergau zu vermeiden?
Nein, ich glaube, da kommen wir nicht zusammen. Müssen wir aber ja auch nicht - es kann ja auch jede/r seine/ihre Meinung haben, das ist ja legitim.
Leider ist es gerade nicht die Zeit für lockere und geistreiche Blödelei... aber das kann ja wiederkommen.

Inge said...

"Muss nicht auch ALLES getan werden, ..." Wir leben in einer Risikogesellschaft (http://de.wikipedia.org/wiki/Risikogesellschaft). So schnell wird sich das nicht ändern...

Inge said...

Dazu auch: http://wissen.dradio.de/gesellschaft-es-muss-erst-etwas-schief-gehen.33.de.html?dram:article_id=9061&sid=

EVO said...

"Die Menge an austretendem Strahlenwasser habe sich "ein wenig" verringert, (…). Arbeiter hatten nach mehreren gescheiterten Versuchen 1500 Liter Flüssigglas in den betreffenden Kabelschacht gefüllt."
tagesschau.de

EVO said...

Ob ich jemanden mag oder nicht, ist nicht abhängig davon, ob der-/diejenige immer meiner Meinung ist. Wie langweilig und eindimensional wäre das denn?
Mein diplomatisches Geschick ist, zugegeben, sehr eingeschränkt. Genauer gesagt: ich habe gar keins. Und mein Standpunkt zur Kernenergie ist: unverrückbar.

"Dann ist einem - um den Vergleich gebracht -
das schlechte Gewissen genommen."


Der Vergleich war natürlich reine Provokation.

EVO said...

"Entwarnung!
Jetzt muss nur noch der "Zaun" in der Bucht aufgestellt werden.
Danach dichtet man noch den kleinen Ritz zwischen den Kontinentalpllatten ab, wir wissen ja jetzt, wie es geht.
Dann pumpen wir den Pazifik in die Nordsee, um Platz für neue positive Nachrichten zu schaffen."

Lionscate said...

Ladies, heute Abend bin ich im A-Theater. Wer noch vorbeikommen will, es gibt noch G-List. Meine Schwester legt auf...

Betty said...

Sowas von Off-Topic, aber irgendwo musste ich es nun ablegen. Und kann dazu nur sagen: Ein schlaffes Brötchen verursacht wenigstens nicht so laute Kaugeräusche.